Chronikerbetreuung (DMP)
Chronische Erkrankungen gut begleitet in Lauf
Diabetes, Herzerkrankung, Asthma oder COPD: Mit den strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP) behalten wir Ihre Erkrankung gemeinsam im Griff – mit festen Kontrollterminen und einer Therapie nach aktuellem Stand.

Unsere DMP-Programme
Für diese Erkrankungen bieten wir DMP an
Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme der Krankenkassen für chronisch Erkrankte – mit nachweislich besseren Verläufen. Bei uns können Sie sich in folgende Programme einschreiben:
Diabetes mellitus Typ 2
Regelmäßige Kontrolle von Blutzucker, HbA1c, Füßen und Augen-Befunden, Schulungen und eine Therapie, die zu Ihrem Alltag passt – damit Folgeschäden gar nicht erst entstehen.
Koronare Herzkrankheit (KHK)
Strukturierte Betreuung nach Herzinfarkt oder bei verengten Herzkranzgefäßen: Risikofaktoren im Blick, Medikation optimal eingestellt, EKG-Kontrollen inklusive.
Asthma & COPD
Regelmäßige Lungenfunktionstests, Überprüfung der Inhalationstechnik und ein Notfallplan für Verschlechterungen – für mehr Luft im Alltag.
So funktioniert DMP
Struktur, die Sicherheit gibt
Im DMP wird Ihre Behandlung planbar: feste Kontrolltermine im Quartal, definierte Untersuchungen und eine lückenlose Dokumentation. Sie wissen immer, wo Sie stehen – und wir erkennen Veränderungen, bevor sie zum Problem werden.






Feste Kontrolltermine – wir erinnern Sie rechtzeitig
Alle Untersuchungen und Werte lückenlos dokumentiert
Schulungen für den sicheren Umgang mit Ihrer Erkrankung
Teilnahme kostenfrei – einfach bei uns einschreiben
DMP Hausarzt Lauf
Wissenswertes zu den Behandlungsprogrammen
Was DMP bedeutet, was es Ihnen bringt und wie Sie teilnehmen – kompakt erklärt.
Was ist ein Disease-Management-Programm (DMP)?
Ein DMP ist ein strukturiertes Behandlungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Es legt nach aktuellen medizinischen Leitlinien fest, welche Untersuchungen wie oft stattfinden, welche Therapieziele gelten und wann eine Überweisung zum Spezialisten sinnvoll ist. Ihr Hausarzt koordiniert das Programm, dokumentiert jeden Termin standardisiert und bleibt Ihr fester Ansprechpartner – nichts wird vergessen, nichts läuft doppelt. Die Teilnahme ist freiwillig, kostenfrei und jederzeit kündbar; eingeführt wurden die Programme bereits 2002 und seither kontinuierlich weiterentwickelt.
Welche Vorteile habe ich als Patient konkret?
Auswertungen der Krankenkassen und Studien zeigen: DMP-Teilnehmer haben weniger Komplikationen, seltener Krankenhausaufenthalte und eine bessere Lebensqualität als vergleichbare Nicht-Teilnehmer. Konkret profitieren Sie von festen Kontrollterminen, an die wir Sie erinnern, von kostenlosen Schulungen, einer lückenlos dokumentierten Therapie und einem klaren Fahrplan für den Fall, dass sich Werte verschlechtern. Hinzu kommt: Wichtige Folgeuntersuchungen – etwa die Augenarztkontrolle beim Diabetes – sind fest im Programm verankert und gehen nicht im Alltag unter.
DMP Diabetes Typ 2: Das steckt drin
Im Diabetes-DMP kontrollieren wir regelmäßig den Langzeitblutzucker HbA1c, Blutdruck, Nierenwerte und das Gewicht – und mindestens einmal jährlich die Füße, denn unbemerkte Druckstellen können beim Diabetes zu schlecht heilenden Wunden führen. Fest vorgesehen sind außerdem die regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt zur Früherkennung von Netzhautschäden sowie strukturierte Schulungen, in denen Sie Ernährung, Bewegung, Blutzuckermessung und den Umgang mit Medikamenten lernen. Ziel ist nicht nur ein guter Zuckerwert, sondern die Vermeidung der gefürchteten Folgeschäden an Augen, Nieren, Nerven und Gefäßen.
DMP Koronare Herzkrankheit (KHK): Das steckt drin
Nach einem Herzinfarkt oder bei verengten Herzkranzgefäßen kommt es auf konsequente Langzeitbetreuung an: Im KHK-DMP kontrollieren wir regelmäßig Blutdruck, Puls, Blutfette und Beschwerdebild, prüfen die Herzmedikation auf Wirksamkeit und Verträglichkeit und schreiben bei Bedarf ein EKG. Besonderes Augenmerk gilt den Risikofaktoren: LDL-Cholesterin-Zielwerte, Rauchstopp, Bewegung und Gewicht werden strukturiert verfolgt. So sinkt das Risiko für einen weiteren Infarkt nachweislich – und Warnzeichen wie zunehmende Brustenge fallen früh auf, bevor sie gefährlich werden.
DMP Asthma und COPD: Das steckt drin
Bei Asthma und COPD entscheidet die richtige Inhalationstechnik über den Therapieerfolg – Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Patienten ihre Inhalatoren fehlerhaft benutzt. Im DMP prüfen wir die Technik regelmäßig, messen die Lungenfunktion, passen die Stufentherapie an und erstellen einen schriftlichen Aktionsplan für Verschlechterungen, damit Sie bei einer Exazerbation sofort wissen, was zu tun ist. Beim COPD-DMP kommen Tabakentwöhnung und die Empfehlung zu Lungensport hinzu; auch der Impfschutz gegen Grippe, Pneumokokken und COVID-19 wird konsequent mitgedacht.
Wie läuft die Einschreibung ab?
Die Einschreibung dauert nur wenige Minuten und passiert direkt bei uns in der Praxis: Wir prüfen, ob die Diagnose gesichert ist und die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind, füllen gemeinsam die Teilnahme- und Einwilligungserklärung aus und übermitteln sie an Ihre Krankenkasse. Ab dann laufen die regelmäßigen DMP-Termine – in der Regel einmal pro Quartal, bei stabilem Verlauf teils halbjährlich. Es gibt keine Wartezeit und keine Gesundheitsprüfung; auch ein Wechsel aus einem bestehenden DMP einer anderen Praxis zu uns ist jederzeit möglich.
Mehrere chronische Erkrankungen: Geht das in mehreren DMPs?
Ja – wer etwa Diabetes und eine koronare Herzkrankheit hat, kann an beiden Programmen gleichzeitig teilnehmen, und genau diese Kombination ist häufig, weil sich die Erkrankungen gegenseitig verstärken. Die Termine legen wir so zusammen, dass ein Quartalsbesuch beide Programme abdeckt – doppelte Wege entstehen Ihnen nicht. Gerade bei Mehrfacherkrankungen zahlt sich die hausärztliche Koordination aus: Wir behalten alle Zielwerte, Medikamente und Facharzttermine gemeinsam im Blick und erkennen Wechselwirkungen, bevor sie zum Problem werden.
Schulungen: Lernen, die Erkrankung selbst zu steuern
Zu jedem DMP gehören strukturierte Patientenschulungen – kleine Gruppenkurse, in denen Sie Ihre Erkrankung verstehen und den Alltag damit meistern lernen: beim Diabetes etwa Ernährung, Unterzucker-Warnzeichen und Fußpflege, bei Asthma und COPD Inhalationstechnik und Selbsthilfe im Notfall, bei KHK den Umgang mit Belastung und Medikamenten. Die Kurse sind für DMP-Teilnehmer kostenfrei und nachweislich wirksam: Geschulte Patienten erreichen bessere Werte und fühlen sich sicherer. Wir melden Sie zu passenden Schulungen an und besprechen die Inhalte anschließend mit Ihnen.
Was passiert, wenn sich meine Werte verschlechtern?
Genau dafür ist das DMP gemacht: Durch die regelmäßigen Kontrollen fallen Verschlechterungen früh auf – oft bevor Sie selbst etwas merken. Dann greift ein klarer, im Programm definierter Fahrplan: Wir intensivieren die Therapie, verkürzen die Kontrollintervalle und überweisen bei Bedarf gezielt an Spezialisten, etwa den Diabetologen, Kardiologen oder Pneumologen. Auch eine vorübergehende Mitbehandlung auf der nächsten Versorgungsebene ist im DMP ausdrücklich vorgesehen – danach übernehmen wir wieder die koordinierende Betreuung.
Pflichten und Kündigung: Was wird von mir erwartet?
Das DMP lebt von Regelmäßigkeit: Erwartet wird im Wesentlichen, dass Sie die vereinbarten Kontrolltermine wahrnehmen und an empfohlenen Schulungen teilnehmen. Wer zwei aufeinanderfolgende Dokumentationstermine versäumt, wird von der Kasse automatisch ausgeschrieben – eine Wiedereinschreibung ist aber jederzeit möglich, und wir erinnern Sie rechtzeitig, damit es gar nicht so weit kommt. Kündigen können Sie die Teilnahme formlos und ohne Nachteile; Ihre reguläre Behandlung bei uns läuft dann selbstverständlich unverändert weiter.
Häufige Fragen
Ihre Fragen zur Chronikerbetreuung
Von der Einschreibung bis zum Quartalstermin: kurz beantwortet.
Kostet mich die DMP-Teilnahme etwas?
Nein. Die Teilnahme ist für gesetzlich Versicherte vollständig kostenfrei – inklusive aller Kontrolluntersuchungen, der Dokumentation und der Patientenschulungen. Manche Krankenkassen belohnen die Teilnahme sogar zusätzlich über ihre Bonusprogramme; ein Blick in die Satzung Ihrer Kasse lohnt sich.
Wie oft muss ich zur Kontrolle kommen?
In der Regel einmal pro Quartal, bei stabilem Verlauf kann das Intervall auf ein halbes Jahr verlängert werden. Den Rhythmus legen wir gemeinsam fest – und wir erinnern Sie rechtzeitig an anstehende Termine, damit keine Kontrolle verloren geht und Sie nicht versehentlich aus dem Programm ausgeschrieben werden.
Ich bin bereits in einem DMP – kann ich zu Ihnen wechseln?
Ja, der Wechsel der DMP-betreuenden Praxis ist unkompliziert und jederzeit möglich: Wir übernehmen Ihre bisherige Dokumentation, melden den Wechsel bei der Krankenkasse und führen das Programm nahtlos weiter – ohne Unterbrechung und ohne erneute Einschreibefrist. Sprechen Sie uns einfach an, den Papierkram erledigen wir.
Was ist der Unterschied zur normalen Behandlung?
Die medizinische Behandlung selbst ist dieselbe – der Unterschied liegt in der Struktur: feste Kontrolltermine statt Behandlung nur bei Beschwerden, definierte Untersuchungen nach Leitlinie, lückenlose Dokumentation und kostenlose Schulungen. Dadurch werden schleichende Verschlechterungen früher erkannt und Folgeschäden nachweislich seltener. Kurz: gleiche Medizin, aber mit System und Sicherheitsnetz.
Wie lange dauert ein DMP-Termin?
Planen Sie etwa 20 bis 30 Minuten ein: Je nach Programm gehören Blutdruck- und Gewichtsmessung, Laborkontrolle, die körperliche Untersuchung – beim Diabetes etwa der Blick auf die Füße – sowie das Gespräch über Werte, Medikamente und Therapieziele dazu. Die standardisierte Dokumentation füllen wir währenddessen aus; Sie bekommen die wichtigsten Ergebnisse direkt erklärt.
Gibt es DMP auch für Diabetes Typ 1?
Ja, neben dem Typ-2-Programm existiert ein eigenes DMP für Diabetes Typ 1. Da die Typ-1-Behandlung mit intensivierter Insulintherapie oder Pumpe meist von diabetologischen Schwerpunktpraxen koordiniert wird, besprechen wir im Einzelfall, welche Betreuungsform für Sie sinnvoll ist – häufig in geteilter Verantwortung: Spezialfragen beim Diabetologen, die hausärztliche Gesamtversorgung bei uns.
Was passiert, wenn sich meine Werte verschlechtern?
Genau dafür ist das DMP da: Verschlechterungen fallen durch die regelmäßigen Kontrollen früh auf. Wir passen die Therapie an, verkürzen die Kontrollintervalle und überweisen bei Bedarf gezielt an Spezialisten – nach einem klaren, im Programm definierten Fahrplan. Anschließend laufen die Fäden wieder bei uns zusammen, damit Sie einen festen Ansprechpartner behalten.
Muss ich für das DMP meine Medikamente wechseln?
Nein – das DMP schreibt keine bestimmten Präparate vor. Es gibt lediglich Leitlinien-Empfehlungen, welche Wirkstoffgruppen sich bewährt haben; ob und was wir ändern, entscheiden wir gemeinsam und nur, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Eine gut eingestellte, bewährte Therapie wird im DMP fortgeführt – das Programm optimiert die Kontrolle, nicht zwangsläufig die Rezeptur.
Können Angehörige einbezogen werden?
Ausdrücklich ja – gerade bei älteren Patientinnen und Patienten oder zu Beginn einer Insulintherapie ist die Unterstützung durch Angehörige Gold wert. Mit Ihrem Einverständnis besprechen wir Befunde und Therapiepläne gemeinsam, und auch an vielen Schulungen können Angehörige teilnehmen. So verstehen alle Beteiligten, worauf es im Alltag ankommt – von der Ernährung bis zu Warnzeichen.
Kann ich das DMP wieder beenden?
Jederzeit und formlos – die Teilnahme ist freiwillig, und durch eine Kündigung entstehen Ihnen keinerlei Nachteile bei Ihrer Krankenkasse oder in der Behandlung. Ihre Betreuung bei uns läuft dann ganz normal weiter, nur eben ohne die strukturierte Dokumentation. Erfahrungsgemäß möchten die wenigsten zurück: Die feste Struktur gibt den meisten Patientinnen und Patienten spürbar Sicherheit.
Weitere Leistungen
Das bieten wir Ihnen außerdem
Von der Vorsorge bis zu Hausbesuchen: entdecken Sie die weiteren Leistungen unserer Hausarztpraxis in Lauf.




