Hausbesuche
Ärztliche Hausbesuche in Lauf und Umgebung
Wenn der Weg in die Praxis nicht möglich ist, kommen wir zu Ihnen: hausärztliche Versorgung zuhause oder im Pflegeheim – verlässlich geplant und mit derselben Gründlichkeit wie in der Praxis.

Für wen wir kommen
Hausbesuche für die, die uns brauchen
Hausbesuche sind für Patientinnen und Patienten gedacht, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Praxis kommen können. Typische Situationen, in denen wir zu Ihnen nach Hause kommen:
Immobile Patienten
Für bettlägerige, gehbehinderte oder hochbetagte Menschen übernehmen wir die komplette hausärztliche Grundversorgung zuhause – regelmäßig und planbar.
Akute Erkrankung zuhause
Wenn eine akute Erkrankung den Weg in die Praxis unmöglich macht, kommen wir nach telefonischer Rücksprache zu Ihnen – in dringenden Fällen noch am selben Tag.
Pflegeheim-Betreuung
Wir betreuen Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Lauf und Umgebung – in enger Abstimmung mit Pflegekräften und Angehörigen.
So funktioniert's
Medizin, die zu Ihnen kommt
Ein Hausbesuch ersetzt den Praxisbesuch dort, wo er nötig ist: Wir untersuchen, verordnen und dokumentieren direkt bei Ihnen zuhause – mit allem, was die hausärztliche Versorgung braucht. Geplante Besuche finden regelmäßig statt, dringende stimmen wir telefonisch ab.






Regelmäßige, fest eingeplante Besuche für dauerhaft immobile Patienten
Untersuchung, Rezepte und Verordnungen direkt vor Ort
Enge Abstimmung mit Angehörigen und Pflegediensten
Einzugsgebiet: Lauf an der Pegnitz und die umliegenden Gemeinden
Hausbesuch Arzt Lauf an der Pegnitz
Wissenswertes zum ärztlichen Hausbesuch
Wer hat Anspruch, wie läuft es ab, was kostet es? Die wichtigsten Antworten.
Wer hat Anspruch auf einen Hausbesuch?
Einen Hausbesuch erhalten Patientinnen und Patienten, die wegen ihrer Erkrankung oder Immobilität nicht in die Praxis kommen können – etwa bettlägerige oder schwer gehbehinderte Menschen, Palliativpatienten, frisch Operierte oder akut schwer Erkrankte. Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit, nicht die Bequemlichkeit: Wer grundsätzlich mobil ist, wird in der Praxis besser versorgt, weil dort Diagnostik und Ausstattung zur Verfügung stehen. Der Besuch ist letztlich eine ärztliche Entscheidung – rufen Sie uns an und schildern Sie die Situation, dann klären wir gemeinsam, ob ein Hausbesuch nötig ist oder ein Praxistermin bzw. eine telefonische Beratung genügt.
Was kostet ein Hausbesuch?
Für gesetzlich Versicherte ist der medizinisch notwendige Hausbesuch eine reguläre Kassenleistung – es entstehen keinerlei Kosten für Sie, auch nicht für die Wegstrecke. Privatversicherte erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) inklusive Wegegeld, die von der privaten Krankenversicherung im vereinbarten Tarifumfang erstattet wird. Wichtig zu wissen: Ein Besuch ohne medizinische Notwendigkeit – also aus reinen Komfortgründen – darf nicht über die Kasse abgerechnet werden; in solchen Fällen sprechen wir vorab offen über die Alternativen.
Welches Gebiet decken wir ab?
Unser Einzugsgebiet für Hausbesuche umfasst Lauf an der Pegnitz mit allen Ortsteilen sowie die umliegenden Gemeinden – darunter Röthenbach an der Pegnitz, Ottensoos, Neunkirchen am Sand, Schnaittach und Rückersdorf. Für regelmäßige Besuche bei dauerhaft immobilen Patientinnen und Patienten planen wir feste Touren, sodass die Versorgung verlässlich und planbar bleibt. Ob Ihre Adresse dazugehört, klären wir gerne in einem kurzen Telefonat – auch wenn Sie knapp außerhalb wohnen, finden wir oft eine Lösung.
Hausbesuch, Bereitschaftsdienst oder Notruf – was ist wann richtig?
Ein geplanter Hausbesuch ersetzt keinen Notarzt: Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei schwerer Atemnot, starken Brustschmerzen oder Bewusstlosigkeit wählen Sie sofort die 112 – hier zählt jede Minute. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb unserer Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116 117 zuständig; er berät telefonisch und führt auch nachts und am Wochenende Hausbesuche durch. Unsere eigenen Hausbesuche sind dagegen für die planbare und die kurzfristig nötige Versorgung während der Praxiszeiten gedacht.
Was ist beim Hausbesuch medizinisch möglich?
Deutlich mehr, als viele denken: körperliche Untersuchung, Blutdruck- und Blutzuckermessung, Blutabnahmen für das Labor, Wundkontrollen und Verbandswechsel, Impfungen, die Anpassung der Medikation sowie das Ausstellen von Rezepten, Überweisungen und Verordnungen – alles direkt bei Ihnen zuhause. Auch die Gesprächsmedizin kommt nicht zu kurz: Gerade bei schwer kranken Menschen ist der Blick auf das häusliche Umfeld oft wertvoller als jeder Laborwert. Nur für apparative Diagnostik wie EKG-Langzeitmessungen oder Lungenfunktion braucht es die Praxis – dafür organisieren wir bei Bedarf Alternativen.
Pflegegrad beantragen: So unterstützen wir Sie
Wenn die Selbstständigkeit im Alltag nachlässt, lohnt sich ein Antrag auf einen Pflegegrad bei der Pflegekasse – er öffnet die Tür zu Pflegegeld, Pflegediensten, Hilfsmitteln und Entlastungsleistungen. Der Antrag selbst ist formlos; danach begutachtet der Medizinische Dienst (MD) die Situation, bei Hausbesuchspatienten in der Regel zuhause. Wir unterstützen Sie dabei mit aussagekräftigen Befundberichten, dokumentieren die Einschränkungen im Alltag und beraten Angehörige, worauf es bei der Begutachtung ankommt. Tipp: Führen Sie vor dem Begutachtungstermin ein Pflegetagebuch – das macht den tatsächlichen Hilfebedarf sichtbar.
Häusliche Krankenpflege: Wann wir sie verordnen
Medizinische Leistungen wie Medikamentengabe, Insulininjektionen, Kompressionsstrümpfe anziehen oder Wundversorgung können wir als häusliche Krankenpflege verordnen – ein ambulanter Pflegedienst kommt dann regelmäßig zu Ihnen, die Kosten trägt die Krankenkasse. Das entlastet Angehörige spürbar und stellt sicher, dass die Behandlung auch zwischen den Arztbesuchen fachgerecht weiterläuft. Wir arbeiten dafür eng mit den Pflegediensten der Region zusammen, stimmen Verordnungen direkt ab und passen sie an, wenn sich der Zustand ändert.
Palliativversorgung: Begleitung am Lebensende
Wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist, verschiebt sich das Ziel der Medizin: Lebensqualität, Schmerzfreiheit und Würde stehen im Mittelpunkt – möglichst in der vertrauten Umgebung zuhause. Als Hausarztpraxis übernehmen wir die allgemeine ambulante Palliativversorgung: Symptomkontrolle, Schmerztherapie, regelmäßige Besuche und die Begleitung der Angehörigen. Reicht das nicht aus, ziehen wir die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) hinzu, deren Teams rund um die Uhr erreichbar sind. Auch bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht beraten wir Sie und Ihre Familie in Ruhe.
Zusammenarbeit mit Angehörigen und Pflegediensten
Gute Versorgung zuhause ist Teamarbeit: Angehörige kennen den Alltag, Pflegedienste die tägliche Situation, wir die medizinische Gesamtlage. Deshalb beziehen wir pflegende Angehörige aktiv ein – sie dürfen beim Hausbesuch selbstverständlich dabei sein, Fragen stellen und erhalten klare Absprachen zu Medikamenten und Warnzeichen. Mit den Pflegediensten kommunizieren wir über Dokumentationsmappen und direkten Austausch, damit Änderungen der Medikation sofort ankommen. Auch an die Angehörigen selbst denken wir: Wer dauerhaft pflegt, braucht Entlastung – von der Verhinderungspflege bis zur Kurzzeitpflege beraten wir zu den Möglichkeiten.
Der Medikationsplan: Sicherheit bei vielen Medikamenten
Wer dauerhaft drei oder mehr Medikamente einnimmt, hat Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan – eine übersichtliche Liste aller Präparate mit Dosierung, Einnahmezeitpunkt und Grund der Verordnung. Gerade bei Hausbesuchspatienten mit mehreren Vorerkrankungen prüfen wir die Medikation regelmäßig auf Wechselwirkungen und Doppelverordnungen, denn mit jedem zusätzlichen Präparat steigt das Risiko. Den aktuellen Plan erhalten Sie in Papierform und auf Wunsch in der elektronischen Patientenakte – so sind auch Pflegedienst, Apotheke und Klinik immer auf demselben Stand.
Häufige Fragen
Ihre Fragen zu Hausbesuchen
Von der Anmeldung bis zum Ablauf: kurz und klar beantwortet.
Wie melde ich einen Hausbesuch an?
Am besten telefonisch während der Sprechzeiten – schildern Sie kurz die Situation, dann planen wir den Besuch ein. Für dauerhaft immobile Patientinnen und Patienten vereinbaren wir feste, regelmäßige Besuchsintervalle. Auch Angehörige oder Pflegedienste können den Besuch für Sie anmelden; eine Einwilligung der Patientin oder des Patienten genügt.
Wie schnell kommt der Arzt?
Geplante Hausbesuche finden an festen Tagen im Rahmen unserer Besuchstouren statt. Bei akuten Erkrankungen kommen wir nach telefonischer Rücksprache so schnell wie möglich – je nach Dringlichkeit noch am selben Tag. Lebensbedrohliche Notfälle gehören immer zuerst an die 112, außerhalb der Sprechzeiten hilft der Bereitschaftsdienst unter 116 117 – auch mit nächtlichen Hausbesuchen.
Was kann beim Hausbesuch alles gemacht werden?
Fast alles, was auch in der Sprechstunde möglich ist: körperliche Untersuchung, Blutabnahme, Blutdruck- und Blutzuckermessung, Wundversorgung, Impfungen, Rezepte, Überweisungen sowie Verordnungen für Pflege und Hilfsmittel. Für apparative Diagnostik wie Langzeit-EKG oder Lungenfunktion vereinbaren wir bei Bedarf einen Praxistermin oder organisieren Alternativen – etwa einen Fahrdienst.
Betreuen Sie auch Bewohner in Pflegeheimen?
Ja. Wir übernehmen die hausärztliche Betreuung von Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen in Lauf und Umgebung – mit regelmäßigen Visiten, enger Abstimmung mit dem Pflegepersonal und klarer Erreichbarkeit für Rückfragen. Ein Wechsel zu uns ist unkompliziert: Sprechen Sie uns oder die Einrichtung an, die Unterlagen fordern wir bei der bisherigen Praxis an.
Dürfen Angehörige beim Hausbesuch dabei sein?
Ausdrücklich ja – vier Ohren hören mehr als zwei, und gerade bei älteren Patientinnen und Patienten sind Angehörige oft eine wichtige Informationsquelle und Stütze. Wenn die Patientin oder der Patient einverstanden ist, besprechen wir Diagnosen, Medikamente und Warnzeichen gemeinsam. Auch telefonische Rücksprachen mit bevollmächtigten Angehörigen sind nach entsprechender Schweigepflichtentbindung jederzeit möglich.
Bekomme ich Rezepte und Verordnungen direkt beim Besuch?
Ja – Rezepte, Überweisungen sowie Verordnungen für häusliche Krankenpflege oder Hilfsmittel stellen wir direkt beim Hausbesuch aus. E-Rezepte können Angehörige anschließend mit der Gesundheitskarte in jeder Apotheke einlösen; viele Apotheken in Lauf bieten zudem einen Botendienst an und liefern Medikamente nach Hause. Folgerezepte zwischen den Besuchen bestellen Sie einfach telefonisch vor.
Wie oft finden regelmäßige Hausbesuche statt?
Das richtet sich nach dem Gesundheitszustand: Bei stabilen chronischen Erkrankungen genügt oft ein Besuch pro Quartal, bei instabiler Lage oder nach Krankenhausaufenthalten kommen wir engmaschiger – wöchentlich bis monatlich. Den Rhythmus legen wir gemeinsam mit Ihnen, den Angehörigen und gegebenenfalls dem Pflegedienst fest und passen ihn an, sobald sich der Zustand ändert.
Übernimmt die Kasse den Hausbesuch wirklich komplett?
Ja – wenn der Besuch medizinisch notwendig ist, trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten vollständig, inklusive Anfahrt; eine Zuzahlung gibt es nicht. Privatversicherte reichen die Rechnung nach GOÄ bei ihrer Versicherung ein. Nur Besuche ohne medizinische Notwendigkeit sind keine Kassenleistung – das sprechen wir aber immer vorher offen an, damit keine überraschenden Kosten entstehen.
Mein Angehöriger kommt nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause – was nun?
Melden Sie sich am besten schon vor oder direkt nach der Entlassung bei uns: Wir sichten den Entlassbrief, prüfen die neue Medikation auf Wechselwirkungen und vereinbaren zeitnah einen Hausbesuch, wenn der Weg in die Praxis noch nicht möglich ist. Auch um Anschlussverordnungen – Pflegedienst, Physiotherapie, Hilfsmittel wie Pflegebett oder Rollator – kümmern wir uns. So vermeiden wir die kritische Versorgungslücke in den ersten Tagen nach der Klinik.
Was ist, wenn zwischen den Besuchen etwas passiert?
Für medizinische Fragen zwischen den geplanten Besuchen sind wir während der Sprechzeiten telefonisch erreichbar – oft lässt sich vieles direkt am Telefon klären oder ein kurzfristiger Zusatzbesuch einplanen. Pflegedienste erreichen uns auf demselben Weg. Außerhalb der Sprechzeiten gilt: Bereitschaftsdienst 116 117 für Dringendes, Notruf 112 für Lebensbedrohliches – und beim nächsten Besuch besprechen wir, was vorgefallen ist.
Weitere Leistungen
Das bieten wir Ihnen außerdem
Von der Vorsorge bis zur Chronikerbetreuung: entdecken Sie die weiteren Leistungen unserer Hausarztpraxis in Lauf.




